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DIE TARSIIFORMES
IHRE ENTDECKUNG UND ENTSCHLEIERUNG ZWISCHEN I700 UND I850

Hans-Konrad Schmutz



Basilisken-Presse 2000



[Note: Text in German]



Acta Biohistorica


Schriften aus dem Museum und Forschungsarchiv fur die Geschichte der Biologie
6


Herausgegeben von Armin Geus



INHALTSVERZEICHNIS (CONTENTS)


9 Vorwort


11 Einleitung
11 Stand der wissenschaftshistorischen Forschung
11 Ausgangslage und Ziel


13 Material und Methode
13 Liste der Primarwerke


17 Ergebnisse
17 Die ersten Beschreibungen
17 Petivers Cercopithecus luzonis
27 Buffons Tarsier
32 Die beiden Erstbeschreibungen im Vergleich
40 Fruhe Zuordnungen
40 Tarsius als Springmaus
43 Tarsius als Beuteltier
44 Die Frahgeschichte derDaubentoniaforschung als Parallelfall
48 Tarsius als Primat
53 Forschung und Artbestimmung
53 Die neue Sichtweise der Pariser Zootomen: Cuvier und Geoffroy Saint-Hilaire
59 Von der skurrilen Einzelform zur naturlichen Formengruppe: Fischer von Waldheim
63 Das empirische Kaleidoskop der Forschung am Tarsier zwischen
Fischer und Burmeister
63 Feldforschung versus Kabinettforschung
68 Umgruppierungen
71 Habitus- gegen Strakturanalyse: Zum Einfluss der vergleichenden Anatomie
72 Burmeisters meisterliche Monographie von 1846: Erstarrung oder Aufruch?
78 Exkurs: Tarsius in der Auseinandersetzung um den spaten Neolamarckismus


82 Diskussion
82 Periodisierung und Merkmalswertung zwischen I700 und I850
84 Abbildung und Forschung
90 Naturalienkabinett, Objekt und Forschung


96 Literatur
112 Personen
115 Abbildungen



VORWORT (FOREWARD)


Mehrfach zum allerersten Mal beschrieben, bald als Mause, Beutelratten oder Meerkatzen schubladisiert
und spater gar zum Vorfahren des Menschen erkoren, sind die Tarsiiformes wissenschaftshistorisch eine
der interessantesten Primatengruppen: Ihre Einordnung ist noch heute, gut zweihundertfunfzigJahre nach
den ersten Nachrichten aus dem fernen Manila, Prufstein jedes taxonomischen Primatensystems. Hermann
Burmeister schrieb 1846 auf den ersten Seiten seiner wegweisenden Gattungsmonographie, der Tarsier
zeige >>neben einer completten Analogie des Baues mit dem der Affen eine ebenso vollstandige
Wiederholung menschlicher Organisations-formen<<, obwohl er doch nur ein Halbaffe sei.


1984 schrieb Charles E. Oxnard: >>,Yet this little animal, easily held in the palm of the hand,
has for many years attracted the attention of comparative anatomists because it combines in its
anatomical organisation a number of remarkably basic characters together with an equally remarkable
number of curious and highly specialized features.<<


Die Gruppe der Tarsier ist klein, aber der fur diese Untersuchung abgesteckte Zeitraum gross. Die
Spanne reicht von Petivers erster Nachricht bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts: ein Zeitraum,
gekennzeichnet durch Stilbruche, Theorie - und Methodenwechsel; eine Spanne, in der Koordinatennetze
wissenschaftlicher Arbeit oft zerrissen und neu geknupft wurden, in der sich das Kommunikationsgeflecht
zwischen Einzelforschern manchmal abrupt und manchmal schleichend anderte. Einer Periode auch, gepragt
von Verzeitlichung und vielfaltigen Institutionswechseln.


Manches davon widerspiegelt sich in den zahlreichen Traktaten und Aufsatzen uber die Tarsiiformes.
Die kleine und eigenwillige Formengruppe ist das geeignete Untersuchungsgut, um an ihm wichtige
Mosaiksteine zum Bild der neuzeitlichen Primatologie zu erarbeiten.


Prof. Dr. Robert Martin hat am Zurcher Anthropologischen Institut der Wissenschaftsgeschichte einen
Platz eingeraumt und die Studie begleitet. Ohne sein Interesse, seine Fragen und Anregungen hatte
ich nicht all die Jahre daran schreiben konnen. Entstanden ist die Arbeit auch dank meiner Frau und
meiner beiden Tochter, die mir manch durchgeschriebenes Wochenende verziehen und mich oft ubernachtigt
ertrugen.


Bibliothekare in Winterthur, Bern, Basel oder Zurich in Berlin, Paris und London haben mir die Arbeit
mit weit verstreuten Quellen ermoglicht und oft mehr erleichtert, als es ihr Pflichtenheft vorsah.


Prof. Dr. Beat Ruttimann hat eine fruhe Skizze gelesen und geholfen, wichtige Weichen richtig zu
stellen. Prof. Dr. Urs Boschung las die Endfassung. PD Dr. Heinz Balmer hat nicht nur einzelne Kommas
eingestreut und Satze umgestellt, sondern mich sicher und geduldig durch die verschlungenen Pfade des
Sprachlabyrinths gefuhrt. Allen habe ich zu danken.




WHERE TO ORDER:


Basilisken-Presse
Hirschberg 5, D-35005-Marburg-Lahn


Phone: 0049 6421 15 188
Web site: www.basilisken-presse-marburg.de (starting about end of February
2002)


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